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Wegen Masken-Attesten: Razzien in Arztpraxen

GIENGEN (Pflegekräftebörse.de) – Mediziner spricht von Einschüchterung. Weil er sechs Atteste ausgestellt hatte, die Patienten von der Maskenpflicht befreien, wurde bei einem Arzt in Nordbayern die Praxis durchsucht und Computer, Handy sowie Technik mit Patientendaten beschlagnahmt.

Der Bamberger Arzt Dr. Ernst Trebin berichtet auf Youtube im Interview mit FrankenMedia, dass er am Mittwoch Besuch von einem Polizeikommando mit fünf Beamten und einer Staatsanwältin mit einem Durchsuchungsbeschluss bekommen habe. Ihm sei mitgeteilt worden, gegen ihn laufe ein Ermittlungsverfahren wegen des Ausstellens von unrichtigen Gesundheitszeugnissen. Er habe von einem weiteren Kollegen persönlich erfahren, dass auch bei ihm eine Durchsuchung stattgefunden habe, von zwei weiteren solcher Aktionen „ziemlich zeitgleich“ habe er gehört. Auffallend ist, dass in den großen Medien kaum über die Aktion berichtet wird. Auch auf der Seite der Polizei in Bamberg ist keine Pressemitteilung zu finden. Zwei Berichte auf dem Internetportal der Regionalzeitung bestätigen die Durchsuchungsaktionen (hier und hier).

Gleichzeitig sei bei einer Person und einer Familie, die Patienten bei ihm sind, eine noch weitaus umfangreichere Untersuchungsaktion durchgeführt worden, so der Mediziner. Die Aktion sei nicht unerwartet gewesen, weil man Teilnehmern einer Kundgebung mit ärztlichem Attest zuvor festgesetzt und ihnen das Attest abgenommen habe. „Man hat das Gefühl, dass das nicht unbedingt von der Staatsanwaltschaft Bamberg ausgeht, sondern bayernweit ist, denn es ist auch das Amtsgericht Bayreuth im Spiel“, sagte Dr. Trebin: „Hier scheint eine konzertierte Aktion losgetreten worden zu sein. Die Vermutung ist, dass man uns einfach einschüchtern will.“ Es handle sich nicht um eine große Zahl von Befreiungsattesten, so Dr. Trebin, sondern um eine Handvoll, von Leuten, die ihm vertraut seien, denen er Atteste ausgestellt habe. Der ganze Praxiscomputer sei mitgenommen worden, die Polizei habe jetzt Zugriff auf alle Patientendaten, so Dr. Trebin. Auch sein E-Mail-Zugang sei gesperrt worden, ebenso sein Internet.

Die Masse der Mediziner habe jetzt Angst und Hemmungen, sich mit „Aktivitäten“ wie Attesten gegen die Maskenpflicht oder Impfbefreiungs-Attesten unbeliebt zu machen, beklagt Dr. Trebin: „Die Vielzahl der Ärzte ist ausgesprochen abweisend, wenn Patienten mit dem Wunsch zu ihnen kommen. Die Leute sind relativ hilflos“. Er habe viele Anfragen von neuen Patienten bekommen, so Dr. Trebin, die er aber habe ablehnen müssen, weil er die Patienten nicht ausreichend kannte. Oft würden Menschen inzwischen aus Praxen verwiesen, wenn sie mit dem Wunsch nach Masken- oder Impfbefreiung kommen.

In den Schulen gebe es Mobbing gegen Schüler mit Maskenbefreiungs-Attesten, das ins Emotionale bzw. ins Totalitäre übergehe. Einer der Patienten, um den es bei der Durchsuchungsaktion gegangen sei, sei aktiv in der Protestbewegung bzw. bei Querdenken. Man habe das Gefühl, es gehe zielgerichtet gegen bestimmte Personen: „Es hat nicht den Anschein, dass man sich um andere kümmert, es geht um bestimmte Personen, die man ausschalten will. Und darum, dass man der Ärzteschaft einen Dämpfer geben will, damit man sich maximal zurückhält, was die Ausstellung von Attesten angeht, es ist eine politische Strategie.“ Er habe das Gefühl gehabt, dass die Beamten selbst bei der Durchsuchung im Zwiespalt mit ihrer Aufgabe standen.

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