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Austausch statt Abschottung

PRO VITA Pläne für Gründung eines Fördervereins / Ziel ist Teilhabe der Heimbewohner am Orstleben

von Fridolin Skala

FINTHEN. Nena für ein Konzert vor das Finthier Seniorenpflegeheim Pro Vita holen – das ist der Traum von Werner Lührs. Um dieses und weitere Projekte für die Bewohner des Heims umzusetzen, will er im März einen Förderverein gründen.

Der Rentner erzählt, dass er seine Mutter jeden Tag dort besuche und viele ältere, lethargische Menschen im Eingangsbereich sitzen sehe. ,,es gibt durchaus Angebote und Kurse für die Bewohner”, sagt Lührs. ,,Aber die Mittel des Hauses sind begrenzt, und die öffentlichen Fördergelder gehen zurück.” Deshalb suche er Mitstreiter für seinen Verein, der die Menschen in das Ortsleben integrieren, sie geistig und körperlich fürderbere und mit Ausflügen auch mal rausbringe. Das könnten Ausstellungsbesuche, Fahrten zu den Spielen von Mainz 05 oder Theateraufführungen im Heim sein. ,,Ideen habe ich viele, verrät der 70-Jährige.

Mängel beseitigt

Diese Öffnung des Hauses ist ganz im Sinne des Interim-Heimleiters Markus Thumm, dessen Einrichtung in den letzten Jahren mehrfach in der Kritik stand. Wie berichtet, hatte das Landratsamt für Soziales wegen schweren Pflegemängeln einen einjährigen Aufnahmestopp verhängt. ,,Wenn Leute in unser Haus kommen, schauen, was hier passiert, und dann Verbesserungsvorschläge machen, bringt das unsere Qualität weiter voran”, ist er überzeugt.

Der 39-Jährige strukturiert das Heim seit dem letzten September um. Unter seiner Führung wurden unter anderem die Mitarbeiter geschult, die Personalfluktuation gestoppt und das Außengelände saniert. In der ,,sozialen Kontrolle” eines Vereins, der ausschließlich für die Bewohner gegründet werde, sieht er einen Gewinn.

Auch der Finthier Ortsvorsteher Herbert Schäfer (CDU) seht hinter dem Projekt. ,,Mit der Prüfnote von 1,4 des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung sei das Heim wieder ein ,,Aushängeschild für Finthen”, freut sich Schäfer. Er hofft, durch den Verein andere ortsansässige Gruppen einbinden zu können. Das sei wichtig, denn viele der Heimbewohner seien alte Finther Bürger.

Hier haben sich die Richtigen gefunden: Rentner Werner Lührs (v.l.), Ortsvorsteher Herbert Schäfer, Interims-Heimleiter Markus Thumm und Dres. Heinz von Bülow träumen von einem Straßenfest mit Nena

Wenn alles so klappt, wie es sich Lührs und seine Mitstreiter vorstellen, wird der Förderverein im März gegründet und beim Registergericht als gemeinnütziger Verein eingetragen.

Projekte wie die ,,Riesenfete” mit Popgröße Nena vor dem Pflegeheim sollen dann ab dem Sommer starten. Der erste Schritt sei es aber, sieben Gründungsmitglieder für den Förderverein zu finden.

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